Ja, es hat ziemlich gedauert, bis dieser Reisebericht online ging. Das lag hauptsächlich daran, dass ich schlicht und einfach wenig Lust hatte eine Zusammenfassung zu schreiben. Schliesslich gibt es ein ausführliches Tagebuch. Wie auch immer, ich liess mich von Christoph breit schlagen:
Unsere erste grosse Reise hat uns nordwärts geführt. Vom Befahren des Kanals Champagne et Bourgogne wurde wegen Pflanzenwuchs abgeraten weshalb wir uns schlussendlich für die Petit Saône entschieden.
Unsere Tagesetappen hielten wir bewusst kurz. Alles war neu und erforderte viel Konzentration. Das war anstrengend und machte müde. Zudem war das Wetter in der ersten Woche meistens nass. Bevorzugt zu dem Zeitpunkt, wenn wir anlegten, schüttete es aus vollen Eimern. 😂 Zum Glück habe ich gute Kleidung.
Vor dem Tunnel von Savoyeux wurde uns ein Zwangsstopp auferlegt. Ein Stromausfall legte Schleusen und Tunnel lahm. Wir konnten an einer grossen Péniche seitlich anlegen und an uns legte wiederum ein deutscher Segler an. So verbrachten wir eine Nacht bis der VNF die Störung beheben konnte. Etwas umständlich waren hier die Gassigänge mit Ginger. Wir mussten über Geländer und Leitern klettern und uns den Hund abenteuerlich hin und her reichen.
Der häufige und teils starke Regen führte zu Beginn der zweiten Woche zu immer mehr Hochwasser. Das verordnete unserer Reise eine weitere Zwangspause. Ganze Streckenabschnitte wurden gesperrt. Bis wir gestoppt wurden, war uns gar nicht bewusst, wie dramatisch die Situation war. 🤷🏻♀️
Schliesslich fuhren wir gegen den Strom und hatten keine Erfahrungen diesbezüglich. Hätten wir die Umgebung gekannt, wäre uns aufgefallen, wie hoch das Wasser stand. Glücklicherweise schlug das Wetter direkt danach um. Wir standen zwei Tage bei schönem Wetter vor dem St. Albin-Tunnel. Eine gute Gelegenheit unsere Fahrräder hervor zu holen und die Gegend zu erkunden.
Wendepunkt war nach zwei Wochen Port-sur-Saône. Dort genossen wir es, endlich ein vernünftiges Restaurant zu finden, das geöffnet hatte. Zudem gab es in dem Ort ganze drei Bäckereien. Die würden sich besser auf andere Dörfer verteilen. 🙄
Zurück fuhren wir zwangsweise den selben Weg, legten aber auch in anderen Häfen an. Wir hätten jedoch nicht in der Halbzeit umdrehen müssen, denn die Rückfahrt dauerte dank Fahrt mit der Strömung weniger lang. Wir liessen uns dafür Zeit und blieben bei schönen Anlegestellen einfach länger als nur eine Nacht.
Etwas ungewohnt war für uns, dass die Dörfer, in denen wir anlegten um zu Übernachten teils wie ausgestorben waren. Nach Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants suchten wir oft vergebens. Fanden wir etwas, war es geschlossen. Das war bedauerlich, da wir gerne lokales Essen geniessen. Vermutlich waren wir vor Saisonstart unterwegs.
Seit unserem ersten Halt in Mantoche hatte zwischenzeitlich tatsächlich ein kleines Restaurant eröffnet. Mit Glück konnten wir uns einen Tisch ergattern. Das Essen war einfach aber frisch und lecker. Wir fühlten uns sehr willkommen! Der Bürgermeister sass am Nebentisch. Er kam an unseren Tisch, stellte sich vor und bedankte sich für unseren Besuch. Er war sichtlich erfreut, dass sein kleines Dorf wieder ein Restaurant zu bieten hat. 🥰
Wir haben den Urlaub sehr genossen. Auch wenn wir uns als Paar in gewissen Situationen neu kennenlernen mussten. 😂
Wer mehr wissen und viele weitere Fotos sehen möchte, der schaut doch einfach in unser Reisetagebuch.


















































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