der erste urlaub auf dem boot

Eigentlich wollten wir am Samstagmorgen in unseren Urlaub starten, weil ich am Freitag Spätdienst hatte, doch wegen dem Hundewetter nahm ich spontan frei. So fuhren wir bereits am Freitagnachmittag los.
Mit gut gefülltem Kofferraum fuhren wir zum deutschen Postfach und holten unsere Bestellungen ab. Darunter die drei neuen LiPo-Batterien. Es wurde eng – zum Glück hatten wir die Nähmaschine zuhause gelassen…

Gerne wären wir mit dem Boot ausgefahren und hätten es in den Hafen von Auxonne verlegt, einfach weil der viel schöner ist. Deshalb hatte ich mich mit der Prüfung auch so beeilt. Die französischen Behörden haben uns jedoch einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Die Zulassung vom Boot lässt nach über einem Monat noch immer auf sich warten. 🙄

Wenn wir nicht Ausfahren können, dann bleibt uns nichts anderes übrig als zu arbeiten. 😉 Nach unserer Einkaufsrunde durch Baumarkt und Lebensmittelhändler verschwand Christoph am Samstag im Pflichtkeller und baute Regalböden ein. Ich beschäftigte mich derweil mit kleinen Aufgaben. Am Sonntag bauten wir das Bett endgültig um und bei einem Spaziergang ums Hafenbecken „organisierten“ wir uns einen kleinen Weihnachtsbaum.
Montag war dann der anstrengendste Tag: wir bauten die neuen Batterien ein. Dafür mussten zuerst die acht alten Batterien aus der hintersten Ecke im Motorraum nach draussen geschafft werden. Jede Batterie wiegt schlappe 80kg!
Die drei Neuen sind im Vergleich dazu richtige Leichtgewichte mit je 39kg. Die Tarierungsgewichte unter dem Gästebett mussten wir somit umlagern. Am Besten ganz nach vorne in den Bug, da das Boot hinten sowieso etwas hängt. So weit so gut hatte bis hierhin alles recht gut funktioniert. Doch kurz bevor wir das Abendessen kochen wollten, ging der Strom aus. Totaler Shutdown. Trotz Landstrom alles dunkel. Der Wechselrichter liess nichts durch. Wir wälzten die Gebrauchsanweisungen. So langsam wurde es frisch im Boot, da natürlich auch die Heizung nicht lief. Dank dem Generator erweckten wir die Anlage wieder zum Leben.

Wir hatten die Batterien auf dem Schiffssteg gelagert, bis wir sie am Dienstagmorgen zur hafeneigenen Deponie schleppten. Anschliessend sind wir zum Einkaufen nach Dijon gefahren, weshalb wir leider nicht mitbekommen haben, wer die Batterien mitgenommen hat. Echt jetzt?! Die Dinger waren am Nachmittag nicht mehr da! Hätte derjenige die nicht gleich vom Steg mitnehmen können?! 😂 Wir hatten noch darüber Witze gemacht. Die Deponie ist ein kleines Bermudadreieck. Vieles was wir dort deponiert haben, ist genau so schnell wieder verschwunden.

Am Donnerstag kämpften wir mit der Lichtverkabelung (24V). Zum Glück weiss Christoph wie man sowas ausmessen kann, so konnte er wortwörtlich Licht ins Chaos bringen. Leider wollten auch die smarten Led-Strips, die ich als Ambientbeleuchtung angebracht hatte, so gar nicht smart sein.

Nach all der Arbeit gönnten wir uns am Freitag zu Abwechslung etwas Sightseeing und Shopping in Dijon.

2 Antworten zu „der erste urlaub auf dem boot“

  1. Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr aus La Palma. Sieht schon echt toll aus euer Umbau ( Wie der Schreiner kann’s keiner👍). Toll dass das mit den Batterien geklappt hat. Denken an euch.

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  2. Hallo ihr zwei. Wir wünschen euch einen schönen Urlaub und einen guten Rutsch! 🥂🍾 würden uns sehr freuen, wenn ihr uns mal besucht und Christophs Werk begutachtet 😉

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