mit besuch unterwegs

Für das verlängerte Wochenende hatten sich Barbara und Kai angemeldet. Sie fuhr uns am Donnerstagmittag sicher nach Frankreich. Wir gingen zusammen einkaufen und verfrachteten alles aufs Boot.

Dort erwartete uns doch tatsächlich ein offenes Seitenfenster und der dazu passende Wasserschaden. Der Hafenmeister hatte das Fenster beim Umstellen geöffnet und nicht mehr geschlossen. Entsprechend angefressen gingen wir zum Chef des Hafens und reklamierten. Über eine Lösung müssen wir uns noch Gedanken machen.

Danach ging es los. Christoph fuhr uns ruhig aus dem Hafen. Wir wollten die Nacht am Quai verbringen. Da dieser bereits belegt war legten wir gegenüber bei der Brücke mit Erdnägeln an. Abendessen gabs im Restaurant am Quai. Zurück auf der Kelpie nahmen die drei noch einen Absacker. Ich verkroch mich ins Bett. Ich fühlte mich die ganze Woche schon irgendwie unfit.

Nachdem alle ausgeschlafen hatten, gabs Frühstück und anschliessend fuhren wir los. Den Rhein-Rhone-Kanal bis Dôle. Beim letzten Mal hatte die Fahrt nach Choisey 3,5 Stunden gedauert. Dieses Mal waren es geschlagene 5 Stunden. Uns war nicht ganz klar woran es gelegen hatte. Und weil es so lange gedauert und es einen freien Platz in Choisey hatte, fuhren wir auch nicht weiter bis Dôle.

Während die Drei das erfrischende Nass genossen, legte ich mich mit Fieber ins Bett. Die lange und bei der Hitze sehr anstrengende Fahrt hatte mir den Rest gegeben. Christoph weckte mich vor dem Abendessen, das uns Barbara kredenzt hatte.

Christoph war am Samstag als einziger früh wach, wir andern schliefen lange aus. Vor dem Frühstück gingen wir, wie bei unserem letzten Besuch hier, Brombeeren pflücken. Die wanderten dieses Mal direkt in den Tiefkühler, bis wir die Muse finden etwas daraus zu machen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir am Nachmittag wieder zurück. Christoph wollte die Nacht auf der Saône ankern. Nachdem wir ein schönes Plätzchen gefunden hatten, mussten wir uns im kalten Nass abkühlen!
Kurz darauf frischte der Wind auf, der unsere Kelpie hin und her drückte. Wir schauten in der Wind-App und mussten feststellen, dass der Wind nachts dreht und die Kelpie mitten in die Saone drücken würde. Wir beschlossen deshalb uns ein anderes Plätzchen zu suchen. Im Grünen setzen wir das Boot bewusst in den Sand. Hier stand sie sicher die Nacht über.

Das lange Wochenende wurde von allen – ausser mir 🤒 – sehr genossen. Das Wetter war grossartig. Unsere beiden Gäste hatten grossen Spass. Und es war sehr schön, dass Barbara uns kulinarisch verwöhnt hatte.
Barbara fuhr uns auch wieder sicher nach Hause. Auf der Heimfahrt genossen wir im Restaurant Schwyzerhüsli in Killwangen ein gemeinsames Abendessen.

Eine Antwort zu „mit besuch unterwegs“

  1. Avatar von resilientfully53f99d21c9
    resilientfully53f99d21c9

    Gelungen verfasst, Danke…War e

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