Unser dreiwöchiger Urlaub startete einmal mehr gesellig. Ein gemütliches Abendessen mit Marie-Pierre und Albert im Hafen und tags darauf unser Besuch bei Corinne und Frederick zu Beginn unserer Fahrt im Rhein-Rhone-Kanal.
Am Sonntagnachmittag kamen wir in Dôle an. Wir genossen das schöne Wetter, das einmal mehr und glücklicherweise so viel besser war, als prognostiziert. Am Abend schlenderten wir durch die Altstadt auf der Suche nach einem guten Restaurant – und wurden fündig.
Der Rhein-Rhone-Kanal gilt als anspruchsvolles Fahrgebiet. Der Wechsel zwischen Kanal und Doubs und dessen Strömung, sowie flache Ufer und Untiefen fordern ständige Aufmerksamkeit. Aber die Fahrt lohnt sich auf jeden Fall. Bereits direkt nach Dole erhält man einen ersten Einblick in die Schönheit dieser Strecke.
Für die Nacht legten wir in Ranchot an. Die Übernachtung kostete €10, wofür man abends Wasser und Strom beziehen konnte.
Christoph hatte hier einen Mann entdeckt, der mit einem mit Äpfeln vollgestopften Rucksack vorbei ging. Er schloss daraus, dass es hier öffentliche Apfelbäume geben muss. Wir zogen selbst los und wurden fündig. Ein ganzer Korb werden die Tage zu Apfelschnitzen und Muss verarbeitet.
Nachdem wir am nächsten Morgen in der Dorfbäckerei gerade noch ein Paysanne und zwei Pain-au-chocolat ergattern konnten, ging es nach dem Frühstück auch direkt weiter. Viele Engstellen bremsten unsere Fahrt ab. Das Fahren ist anstrengend und so musste auch ich fahren – auch durch die Engstellen. Eine gute Gelegenheit um zu üben. Zu Beginn hatte ich noch einige Probleme, doch dank der guten Anleitung von Christoph ging es schnell besser.
Die Nacht verbrachten wir an einem wunderschön gelegenen, grünen Anleger. Hier konnten wir einfach nicht weiterfahren und sind auch gleich eine weitere Nacht geblieben.
Nach unserem Ruhetag fuhren wir weiter nach Besançon. Da sich unterwegs keine Haltestellen mehr anboten ging es gleich bis zu unserem Endziel dem City-Hafen. Vorher mussten wir aber noch eine manuelle Schleuse bedienen. Sollte alles kein Problem sein, denn wir wissen ja, wies funktioniert. Leider war aber ein Schieber verklemmt und als ich die Kurbel drehen wollte, löste sie sich schlagartig mit sehr viel Wucht und knallte mir dabei extrem schmerzhaft auf den Handrücken. Ich konnte danach die Leinen zum Anlegen nur noch einhändig bedienen und war sehr froh, als mir eine nette Schweizerin unaufgefordert dabei half.
Nach der Anmeldung in der Capitainerie fragte ich die junge Dame ob sie mir wegen der Hand helfen könne. Sie sagte uns wo sich das Spital befindet und mit welchem Tram wir dorthin fahren können. Sie sagte einem ihrer Kollegen er soll ein Tuch mit Eiswürfeln für meine Hand bereit machen und telefonierte derweil mit dem Spital. Sie war so unglaublich fürsorglich! 🥰
Die Fahrt zum Spital war einfach und im Notfall angekommen, meldete ich mich an der Rezeption an und erzählte was passiert war. Ich wurde in den Aufnahmebereich durchgelassen – Christoph musste leider draussen warten – und ich erzählte meine Geschichte nacheinander nochmals zwei Schwestern und einem Arzt. Bis dieser dann endlich zum Schluss kam, dass wir röntgen müssen. Bis es allerdings soweit war wartete ich nochmals knappe 1,5 Stunden. Man hatte mir Schmerzmittel verabreicht, dass mich total schläfrig gemacht hatte und ich schlief auch beinahe im Wartezimmer ein. Christoph und ich einigten uns irgendwann darauf, dass er doch besser zurück fährt und ich alleine weiter warte. Selbstverständlich wurde ich kurz nachdem er gegangen war fürs Röntgen abgeholt. Auf einmal ging alles ganz fix. Kurz durch diverse Flure gehen und ab in den Röntgenraum. Hinsetzen, Hand positionieren und wieder zurück und auf den Arzt warten. Der kam auch tatsächlich sofort, überbrachte mir die gute Nachricht, dass nichts gebrochen ist und drückte mir ein Rezept für ziemlich kräftige Schmerzmittel in die Hand… kann man immer brauchen! Alles in allem war ich 2,5 Stunden im Spital – wäre bei uns kaum schneller gegangen. 🥴
Christoph und ich trafen uns 15 Minuten später an der Tramstation und verdrückten gemeinsam ein schnelles Abendessen.
Unseren Aufenthalt in Besançon verlängerten wir von drei auf sechs Nächte. Die Erholung tat nicht nur meiner Hand gut. Wir genossen gutes Essen, die Mondfinsternis, etwas Shopping und Erkundeten die Stadt. Besançon ist eine schöne Stadt. Wir besuchen sie sicher wieder – nicht nur, weil wir uns die Zitadelle noch nicht angeschaut haben. 😉
Für unsere Heimreise wählten wir den Tunnel unter der Zitadelle anstelle der alten Schleuse. 😉 Ansonsten war unsere Rückreise schön und grösstenteils ereignislos. Wir genossen unsere letzten Urlaubstage. Wir verarbeiteten die gepflückten Äpfel, montierten unseren neuen Scheibenwischer und assen gutes Essen in Dole.
Am Freitag machten wir nochmals bei Frederick Halt. Ich hatte uns unterwegs einen Apfelkuchen gebacken und zum Znacht gab es Christophs „berühmt-berüchtigte“ Älplermakronen. Bis tief in die Nacht sassen wir in der Nautilus und quatschten über Gott und die Welt. Nach dem Frühstück gab es für uns ein Fahrschul-Lektion. Das war wirklich interessant und lehrreich.
Unser ausführliches Reisetagebuch findet sich wie immer bei TrackmyTour
Ich hab mich mal wieder an einem Urlaubsvideo versucht:


















































































































































































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